Nicht die, sonder „Der Rente“ ist nicht da.


Montag, 8. Juni – Wetter verhalten. Wir tanken. Uns dann durch über La Galga, Los Sauces, Barlovento – Ziel ist diesmal die Rund LP 109 – eine fast nur einspurige, wildromantische Strasse durch die Berge – Rückfahrt über die LP1 – dabei das Haus von Rente besuchen … – es kommt anders: Die LP 109 ist an diesem Ende einspurig gesperrt – wir fahren zum anderen Ende – eh logisch! Auch einspurig gesperrt. Wollen wandern – Schuhe haben wir ja immer im Auto – nach 7 Minuten – plötzlich der Wanderweg wird eng und verwachsen. Nach kurzer Diskussion geben wir auf. Weiter gehts – runter – jetzt haben wir die einspurige Strasse – vom Dorf Franceses nach La Fajana. Hoffen, dass nicht viele Autos entgegenkommen, die Ausweichmöglichkeiten sind wirklich beschränkt. Unten – ein kleines Dorf, wenige Häuser – und klar wir wissen, wir waren hier schon 2017. Unter dem verfallenen Haus – von damals – hat eben Rente, so heißt der „Einsiedler“, (Experten sagen er sei nicht der Erfinder der gleichnamigen Lebensphase, aber ein zufriedener Mensch, der das zeigt …) der eigentlich im Dorf gewohnt hat, sein Medizinmann-Haus mit dem Legendenstatus aber unten am Meer ausgebaut. Lädt alle Besucher auf ein Bier … usw. 2017 haben wir davon nix mitbekommen. Wildromantisch und wasserumtosend. Bei Ebbe auch mit einer Bademöglichkeit, einem kleinen Becken. Aber nicht heute! Rente war nicht da, alles verschlossen, laut Berichten im Netz soll es ihm nicht gut gehen. Wir haben natürlich unser eigenes Getränk mit. Wieder rauffahren wird zur Prüfung. „Wieviele Autos kommen uns entgegen, Residents, Touristen was weiß ich …“ Waren eher froh, wieder heil und unversehrt nach oben gekommen.
Weiter zu den Becken von „La Fajana“. Einmal muss ich heute ins Wasser. Wunderbar. Erfrischend. Wolken ziehen, Wind ist immer ein Begleiter – „Charco Azul“ noch einen Abstecher wert – die Cantina dort ist geschlossen, in den Becken tummeln sich viele Menschen – wir beenden die Reise mit einer Heimfahrt über San Jose, ein paar kleine kubanische Zigarillos, direkt nach dem die Zigarrenkünstler diese gedreht, Zuschauen macht Spaß, bei den Künstlern sitzt jeder Handgriff und es schaut noch dazu auch gut aus … Am Abend diskutieren wir über die Festivalgeschichte. Sollen wir die Oldieparty mit Lihmal, Katrina von denWaves,, Sabrina, Milli Vanilli (!?) usw oder doch die junge Party eine Woche später mit den südamerikanischen und spanischen Jungstars wie Ilan Amores, Luck Ra, Valentino Merlo, Amigo de Artistas ….
Wir sind gespalten, weder da noch dort gibt es wirkiche Prioritäten. Wir verschieben …

 


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