Wenn man träumt, dann in Farbe, oder in Schwarz-Weiss? Ich weiss es nicht. Wer es weiss, bitte melden. Meinen letzten besonderen Traum, ja der hatte mit Weiss zu tun. Aber das ist eine ganz andere skurrile Geschichte. Gerne wäre ich da dabei gewesen. Wobei? Bei der Aufführungen in der irischen Botschaft in London. Mit den Dexys. Haben ja Kevin Rowland einmal live in London erlebt. Was für ein Spektakel und was für eine Stimme. (Zur Erinnerung: Come on Eileen oder Geno – vormals als Dexys Midnight Runners, waren und sind immer noch Partykracher.)
Zum Traum zurück: Mir träumte … Im Jahr 2016 wurden Kevin Rowland und die Band eingeladen, eine besondere Live-Session in der irischen Botschaft in London (in 17 Grosvenor Place) aufzuführen. Die Aufführung wurde von Daniel Mulhall, dem damalischen irischen Botschafter in Großbritannien, moderiert. Das intime akustische Set enthielt ihre schöne Interpretation von „Curragh of Kildare“ und zeigte den klassischen R&B- und Soul-infundierten irischen Stil ihres neuen Albums.
„Curragh von Kildare“ Das Lied selbst ist eine alte irische Ballade über Herzschmerz, Trennung und Sehnsucht, in der der Erzähler verspricht, direkt in die Curragh-Ebene in der Grafschaft Kildare zu reisen, um Neuigkeiten über ihre wahre Liebe zu finden. Dexys verlangsamte die traditionelle Melodie und lehnte sich an Kevin Rowlands zutiefst emotionale, dramatische Gesangsabgabe. Und wir waren dabei. Wir wären dabei gewesen. Wir wären gerne dabei gewesen. Mir hat es geträumt, dass wir da dabei waren, OMArlis mit einem schnuckeligen Schampus, ich mit einem frisch gezapften Guinness. Das wär schon etwas. Gewesen. Ob in Farbe oder Schwarz-Weiss, ich Wess es nicht … Was bleibt? Die gute Musik und die Erinnerung … an einen nie geträumten Traum.
