Die Zeit vergeht.


Dienstag, 26. Mai. Heute – die Hitze die Lienz und Tirol heimsucht, bleibt bei uns fern. Wir haben schöne Temperaturen, abwechselnd mit auffrischenden Wind, Sonnenschein – heute geht es wieder an im Nordosten rauf – Playa de Nogales, die Bucht mit der kleinen Wanderungen, den vielen Stufen – vielleicht die schönste, weil so abgelegene Bucht. Danach – wieder – irrtümlich zum Mirador de San Bartolomé mit dem springenden Hirten, bei der kleinen Kirche eine Station eingelegt, Treffpunkt für die Wanderer, eine Gruppe älterer Französinnen ließen sich mit dem Bus an der Sammelstelle abholen, urban,  in einer – sagen wir Garage ist diese Bar untergebracht, gebratenen Käse und einheimischen Wein getrunken – der Gastgarten ist direkt vor der kleinen Kirche. Romantisch. Weiterfahrt an den Charco Azul, einmal schwimmen und retour. Der Restaurantladen war heute gar geschlossen. Die französischen Wanderdamen waren auch im Wasser.
Mittwoch, 27. Mai. Wir tanken. Benzin 1,50 mit Bonus. Immerhin. Danach auf die andere Seite der Insel, in die zweitheisseste Bucht von Charco Verde, viele Wellen, Sonne, Spieleolympiade (Herbert gewinn Yatzy)nächster Teil, – El Remo Salatessen und Weintrinken im Kiosco 7 – diesmal, die anderen beiden waren urlauben. Heimfahrt, Einkaufen, keine Frühstückskipferln gefunden (beim Lidl sind alle Brotbackmaschinenen) ausgefallen. In San Pedro noch ein paar kubanisch-palmerische Zigarren für das Dolce Vita mitgenommen. Oliver Glasner gewinnt die Conference League, ich verliere wieder – beim Zapfenrechnen, Watten und Rummy. Nur ein Sieg beim „Schnapsen“ hilft.
Donnerstag, 28. Mai – ein simpler Badetag am Strand von Los Cacajos. Traurig: Birgits Mutter ist verstorben.
Freitag, 29. Mai Los Llanos – wollten Tickets für das Musikfestival kaufen, aber die Touristeninfo war geschlossen. Wieder in eine Feierlichkeit geraten, „Schulwallfahrt“ mit Trachten und Musik. – den beschaulichen Platz Plaza Elias Santos Abreu, – ein kleiner Platz in der zweiten Reihe, zu Ehren von Don Elias Santos Abreu, der war Arzt, Naturwissenschaftler, Insektenforscher und Musiker. Ein Universalgelehrter des 19. Jahrhunderts. 1898  erste Ovariektomie, einer Eierstockentfernung auf den Kanaren teilgenommen. Er sammelte, studierte, klassifizierte und schrieb darüber. Ein Essay über eine kanarische Tanzmückenart brachte ihm 1916 einen Preis der Real Academia der Wissenschaften in Barcelona ein. Aufzeichnungen aus seinem kleinen Labor zeigen, dass er schon vor Alexander Fleming Untersuchungen an Schimmelpilzen durchführte und dabei auch das Penicillium erforschte aus dem Fleming  1928 das Penicillin entwickelte. Wären die Kanaren nicht so abgelegen und Doctor Santos nicht so allein auf weiter Forscherflug gewesen, wer weiß, was alles hätte passieren können ..
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Der nächste Park war auch einem Arzt gewidmet, einem Zahnarzt. Der Parque Antonio Gomez Felipe. Der palermische Tausendsassa Luis Morera hat diesen Park gestaltet. Er gestaltete den Park und verpasste ihm den ihm eigenen Stil, der auch anderenorts auf der Insel zu sehen ist: schmiedeiserne Tore, Zäune und Treppenaufgänge, Mosaiken für Wege, Treppen, Einfassungen und kanarische Riesen-Eidechsen, die wie Drachen den Eingang säumen. Von der Sitzbank bis zum Toilettenhäuschen trägt alles die Handschrift des Künstlers. So einen Park für einen Zahnarzt? Nicht weil er so schmerzfrei gebohrt hätte, sondern weil er jeden ohne Ansehen der Person und seines Geldbeutels gleich behandelt hat, auch solche mit chronischer Ebbe in der Briefbörse.
Der Strand von Tazacorte die nächste Station. Am Abend ging es wieder „ausgehmäßig“ in die Stadt. Steil hinunter und ebenso steil wieder zurück. Essen war im „La Lonja“, einem wunderschönen Lokal mit Innenhof. Eine Flasche vom LaPalma Wein, weiß, Kroketten und Leberpastete als Vorspeise, danach einen lokalen Fisch, geteilt – gefolgt von der süßesten Versuchung La Palmas – dem Barraquito.
Samstag, 30. Mai – meine ID-Austria ist abgelaufen, habe leider die Verlängerung übersehen. Tradtionell geht es am Samstag in die Stadt. Diesmal zu einer Aufführung, anlässlich des Tages der Kanaren. Volksmusikgruppen treten auf. Die Klänge, stark an Kuba angelehnt. Entspannend und in die Füße gehend. Danach auf einen kleinen Wochenmarkt gestossen. Hier wurde Zuckerrohr und der Saft direkt daraus gewonnen, der Mojito, den es da gab, der war ausgezeichnet. Schmeckte deutlich anders, als das was wir als Mojito bis dato kannten. Deshalb noch in die ruhige Gasse mit der Bodeguita del Medio.
Unsere Nachbarn und Vermieter haben uns einen Thunfisch mitgebracht. Und Marlis gezeigt wie man diesen zubereitet. Am Abend (Frühprogramm) 18:00 Uhr, bei uns schon um 17:00 CL Endspiel in Budapest. Paris gewinnt ein spannendes und gleichzeitig langweiliges Taktikspiel verdient unverdient im Elfmeterschießen. Felix Gall wird bei der Bergankunft wieder Zweiter, bleibt es auch in der Gesamtwertung  vor der letzten Etappe.
Sonntag, 31. Mai, Vollmond. Tag zur freien Verfügung – Chillen.

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